Lumen-Rechner
Wie viel Licht braucht dein Raum wirklich? Berechnung nach DIN EN 12464-1 mit Empfehlung, wie viele LED-Leuchten du dafür brauchst.
| Raum / Bereich | Lux |
|---|---|
| Wohnzimmer (Allgemein) | 100 lx |
| Wohnzimmer (Lesen, TV) | 300 lx |
| Esszimmer | 200 lx |
| Schlafzimmer (Allgemein) | 100 lx |
| Kinderzimmer Schreibtisch | 500 lx |
| Küche (Allgemein) | 300 lx |
| Küche (Arbeitsfläche) | 500 lx |
| Bad (Allgemein) | 200 lx |
| Bad (Spiegel) | 500 lx |
| Flur / Treppenhaus | 100 lx |
| Büro / Homeoffice | 500 lx |
| Werkstatt / Hobby | 500 lx |
Quelle: DIN EN 12464-1 (Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen). Für Wohnräume gelten die Werte als Empfehlung, nicht als Pflicht.
Der Lumen-Bedarf für einen Raum lässt sich grob mit dieser Formel bestimmen:
Lumen = Lux × Fläche × Korrekturfaktor
Der Korrekturfaktor liegt zwischen 1,2 und 1,8 — je nachdem wie viel Licht die Wände schlucken und wie hoch der Raum ist. Ein hoher Raum mit dunklen Wänden braucht deutlich mehr Lumen als ein flacher heller Raum gleicher Grundfläche, weil das Licht weiter strahlen muss und unterwegs absorbiert wird.
Was der Rechner berücksichtigt
Reflexionsverhalten der Wände: Helle Wände werfen das Licht zurück in den Raum, dunkle Holzpaneele schlucken bis zu 60 Prozent. Die Raumhöhe geht ein, weil Licht über dem 2,5-Meter-Bereich kaum noch Nutzen für Tisch und Boden bringt. Und ein Wartungsfaktor von 0,8 ist eingerechnet — über die Jahre verlieren LEDs Helligkeit und Lampenschirme stauben ein.
Was der Rechner nicht ersetzt
Eine Lichtplanung mit DIALux oder Relux. Wer einen Großraumbüro plant oder einen Werkstattbereich nach BG-Vorschrift einrichtet, kommt um die Profi-Software nicht herum. Für Wohnräume und kleine Gewerbeflächen reicht die hier verwendete Methode aber gut aus.
Mehrere Lichtquellen sind besser als eine starke
Auch wenn der Rechner sagt: Du brauchst 3.600 Lumen — bedeutet das nicht, dass eine einzige 3.600-Lumen-Leuchte die Lösung ist. Lichtplaner empfehlen das Drei-Zonen-Prinzip: Allgemeinbeleuchtung, Akzentbeleuchtung und Arbeitsbeleuchtung. Das ergibt Räume mit Tiefe statt eine Operationssaal-Atmosphäre.